RAAD Research

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Telematikprojekte bei Speditionen 2011/2012

Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit sind Speditionsunternehmen weiterhin zu teilweise drastischen Einsparungsmaßnahmen gezwungen. Neben der Personalauslastung kommt der Betrachtung der eigenen Prozesse eine hohe Bedeutung zu. Die Optimierung der Dispositionsprozesse ist nicht mehr schönes Beiwerk, sondern wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor. In dieser aktuellen RAAD-Studie wird der Einsatzstatus und Investitionsneigung in Telematik- und Dispositionslösungen bei Speditionen ab 100 Mitarbeitern in Deutschland analysiert.

Gemeinsam mit dem Deutschen Speditions- und Logistikverband e.V. sowie weiteren Partnern aus der IT-Industrie hat RAAD eine Untersuchung bei deutschen Speditionen zum Einsatz von Telematiklösungen durchgeführt.

Das konjunkturelle Umfeld der deutschen Wirtschaft hat für die Logistikindustrie in den vergangenen Jahren sehr günstige Rahmenbedingungen bedeutet.

“Bei aller Euphorie über das Wirtschaftsklima müssen Logistiker aktuell mit hohen Risiken leben”, so das Urteil des Vorstandsvorsitzenden der BVL, Prof. Raimund Klinkner. Die Tatsache, dass im Bereich der Logistikdienstleistungen die wirtschaftliche Volatilität in Hinblick auf die gesamtwirtschaftlichen Schwankungen überzeichnet wird, zeigt die Anfälligkeit der Branche für konjunkturelle Schwankungen. In der Folge bedeutet das für die Speditionsunternehmen, dass sie auf Marktschwankungen schnell reagieren müssen. Im Aufschwung müssen schnell Kapazitäten über eigene Ressourcen oder über Kooperationen bereitgestellt werden. In kritischen Zeiten sind Auslastungsmanagement und effektive Prozesse überlebenswichtig. Voraussetzung zur Umsetzung dieser Anforderungen ist die schnelle und effektive Informationsübermittlung und –bereitstellung durch digitale Systeme. Der Einsatz von Telematiklösungen ist im Segment der Speditionen mit mehr als 100 Mitarbeitern fast flächendeckend.

Telematik Einsatz und PlanungenAktuell haben 80% der Unternehmen eine Telematiklösung im Einsatz. Kurzfristig wird der Anteil auf knapp 90% ansteigen. Die vorliegende Studie hat gezeigt, dass die Telematik die reine Bereitstellung von Ortungsdaten längst verlassen hat und immer mehr Einzug in die operativen Prozesse der Zentrale hält. Damit wird die Telematik immer mehr zum strategischen Faktor nicht nur in Bezug auf die Kostenreduzierung, sondern auch in Bezug auf den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Speditionen.

Art der TelematikplanungenDer Einsatz mobiler Telematiklösungen wird hierbei eine wichtige Rolle spielen, zum einen aufgrund der Flexibilität, diese fahrzeugunabhängig einsetzen zu können. Dies ermöglicht es den Unternehmen, flexibel die Flotten der Subunternehmer mit in die digitale Disposition mit einzubeziehen, ohne hierfür IT-Schnittstellen zwischen den Systemen pflegen zu müssen. Zum anderen wird hierdurch der Einsatz mobiler Zusatzfunktionsbereiche unterstützt, wie Barcode-Scanning, digitale Unterschrift und Lademittelbuchführung. Hierdurch lassen sich neue Geschäftsszenarien entwickeln und die Dispositions- und Prozessgeschwindigkeit noch weiter erhöhen.

Software für DispositionErforderlich für die Hebung der Optimierungspotentiale in Kombination mit Dispositionsprozessen ist aber, dass die Daten der Telematiksysteme auch in die digitalen Dispositionssysteme integriert sind oder perspektivisch werden.
Und in der Tat haben – das zeigt die Studie – die meisten Unternehmen die Chancen der Integration von Telematik- und Dispositionssytemen erkannt und in Teilen auch bereits umgesetzt. Dies zeigt deutlich, dass dies in den großen Speditionen eine Standardvoraussetzung ist, um am Markt erfolgreich zu operieren. Außerdem wird deutlich, dass sich weitere Kosteneinsparungen bzw. Wettbewerbsvorteile nur realisieren lassen, wenn die Telematik weiter in die Prozessabläufe vordringt.

Integration Telematik und DispositionIm Bereich der Telematik-Ersatzinvestitionen müssen Anbieter dieses entsprechend berücksichtigen und nach Möglichkeit fertige Lösungen für die Standardsysteme im Markt anbieten. Wichtig für Speditionsunternehmen ist es, zu beachten, welche Folgen für andere Systeme durch den Austausch der Telematiksysteme entstehen können.

Auch bei den Neuinvestitionen ist die Integrationsfähigkeit ein zu adressierendes Thema, da dieses für den Speditionsunternehmer wichtige Investitionssicherheit bedeutet.

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