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M2M-Projekte im Maschinen- und Anlagenbau 2012

Schon seit langem wird der M2M-Kommunikation bescheinigt, eines der wesentlichen Wachstumsfelder in der modernen Informationsgesellschaft zu sein. Jedoch ist es speziell im B2B-Umfeld relativ aufwändig festzustellen, in welchen Szenarien M2M-Kommunikation sinnvoll einzusetzen ist. Die Wertschöpfung hat sich vielfach weg von den Produkten und hin zu Services und Dienstleistungen verschoben. Mit Hilfe von M2M-Lösungen können Services und Dienstleistungen sowohl ermöglicht als auch rationalisiert werden.

WertschöpfungsshiftM2M ist die Abkürzung für Machine-to-Machine und steht für den automatisierten Informationsaustausch zwischen Geräten wie Maschinen, Automaten, Fahrzeugen oder Containern untereinander oder mit einer zentralen Leitstelle. Beispielsweise hat sich die Technologie bei Telematiklösungen im Speditionsgewerbe in einer Branche schon etabliert. Im Prinzip sind sich Unternehmen, Anbieter und Politik einig, dass M2M in Zukunft ein Milliardenmarkt sein wird.
Jedoch ist es speziell im B2B-Umfeld relativ aufwändig festzustellen, in welchen Szenarien M2M-Kommunikation sinnvoll einzusetzen ist. Es stellt sich also die Frage, wann M2M einen Mehrwert bietet und die Kunden bereit sind, diesen Mehrwert zu bezahlen. In der Regel wird hier die Telematik als ein Beispiel genannt, weil der Nutzen bspw. durch optimierte Routenplanung schnell zu einem positiven ROI führt.

M2M-NutzungAllerdings zeigt sich, dass abseits dieser Standardbeispiele, die Einsatzszenarien extrem heterogen werden. Dies zeigt schon ein Blick auf die in der Studie untersuchte Branche des Maschinen- und Anlagenbaus. Befragt wurden z.B. ein Unternehmen, dass Kläranlagen baut, aber auch ein Unternehmen, das Sauerstoffsysteme für Flugzeuge herstellt, eines, das Dreh- und Fräsmaschinen herstellt und eines, das Prüfmaschinen für Labore erzeugt. Die Unterschiedlichkeit der Produkte, Maschinen-, Anlagen oder Komponenten macht es schwer hierfür standardisierte M2M-Modelle anzubieten, die im Zusammenhang mit diesen Maschinen und Anlagen zum Einsatz kommen könnten.
Im Maschinen- und Anlagenbau wird der Druck immer größer, Wartungsservices- oder Dienstleistungen zusätzlich zum Erzeugnis als Komplettlösung anzubieten, um sich darüber zu differenzieren. Denn nicht zuletzt durch die Globalisierung wird sich weltweit immer ein Unternehmen finden, dass die gleichen Produkte zu einem niedrigeren Preis anbieten können. Die Wertschöpfung hat sich vielfach weg von den Produkten und hin zu Services und Dienstleistungen verschoben. Mit Hilfe von M2M-Lösungen können Services und Dienstleistungen sowohl ermöglicht als auch rationalisiert werden.

InvestitionenWenn bspw. Verkaufsautomaten der Vending-Wirtschaft ihren Füllgrad selbstständig an zentrale Rechner melden, dann können Regelfahrten des Wartungspersonals und Ausfallzeiten vermieden werden. In diesem Szenario kann sich die Investition in eine M2M-Lösung von selbst tragen. Die Einführung einer Dienstleistung auf Basis einer einer M2M-Lösung ist aber in den meisten Fällen auch mit einer Orchestrierung verschiedenster Partner entlang einer M2M-Wertschöpfungskette verbunden. Bevor ein Service mit Hilfe einer M2M-Lösung umgesetzt werden kann, müssen die Interessen die unterschiedlichen Partner berücksichtigt werden. Die Wertschöpfungskette ist hier ist am Beispiel eines Kaffeeautomaten dargestellt. Partner sind hierbei ein Hersteller für Kaffeeautomaten, ein Hersteller, der die notwendige Sensor¬technik umsetzten kann, ein Hersteller, der die digitale Schnittstelle einbaut, ein IP-Anbieter, über den die Daten übertragen werden, ein Hersteller, der die notwendige Software zur Verarbeitung und Übermittlung der Sensordaten übernimmt sowie ein Betreiber, der den Service auf Basis der Sensordaten anbietet. Abnehmer der Lösung ist dann ein Gastroservice und Bediener bzw. ein beliebiger Kaffeetrinker. Die Kunst im M2M-Geschäft besteht darin, dass jeder Partner seine Geschäftsinteressen gewahrt sieht, ohne dass die Interessen des Kunden oder Endkunden missachtet werden, sprich der Service das Endprodukt zu teuer oder zu unattraktiv macht. In diesem Fall muss der Kaffeetrinker, also der Endkunde, am Ende des Tages bereit sein, den Mehrwert des Services auch zu bezahlen.

Projekte Mobile AnbindungUm schnell solche eingängigen „Kaffeeautomaten-Szenarien“ zu identifizieren, fehlt es am Markt aber an Richtungsweisern für alle Beteiligen in der M2M-Wertschöpfungskette. Kein Unternehmen weiß, wie viele Unternehmen heute M2M-Szenarien umsetzen. Werden diese mobil oder drahtgebunden umgesetzt? Gibt es Branchen, die besonders affin sind für M2M? Können die hergestellten Produkte und Maschinen nach Nutzungsart und -ort unterschieden werden, sodass eine einfachere Segmentierung des Marktes möglich wäre? Werden Wartungsarbeiten heute durch M2M-Plattformen unterstützt? Wie werden Störungen heute behandelt? Auf alle diese Fragen gibt es viele qualitative Antworten, wie es M2M-Lösungsszenarien am Markt gibt. Die vorliegende Untersuchung geht diesen Fragen auf quantitative Art nach. Das heißt, möglichst viele Meinungen von einem mit standardisierten Fragebogen einzuholen. Hierzu wurden von August bis Ende September im deutschen Maschinen und Anlagenbau 254 Führungskräfte aus den Bereichen IT, Entwicklung und Vertrieb telefonisch von RAAD interviewt.
Die Ergebnisse der Analysen finden Sie in der Studie M2M-Projekte im Maschinen- und Anlagenbau 2012 zusammen gefasst.

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