RAAD Research

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Human Capital Management – IT-Trends 2011

Der Personalwirtschaftsbereich operiert in den Unternehmen in einem Spannungsfeld zwischen neuen Herausforderungen und Kosten- und Spardruck. Dies spiegelt sich auch im Investitionsverhalten der Unternehmen zur Unterstützung mit Standardsoftware. Vor allem das klare Aufzeigen von Einsparpotenzialen kann den Fachbereichsleitern hier auch Argumente an die Hand geben, Modernisierung und Prozessausweitungen im Standardsoftwarebereich von der IT einzufordern.

Die Personalkomponente ist schon seit den Anfängen betriebswirtschaftlicher Standardsoftware einer der wesentlichen Bestandteile von ERP-Systemen. Allerdings hat sich die funktionale Ausgestaltung in den letzten Jahren deutlich erweitert. Lag der Schwerpunkt anfänglich auf der Mitarbeiterverwaltung und Personalabrechnung, so weisen moderne HCM-Softwarelösungen heute Funkionen für Zeitwirtschaft bis hin zur Unterstützung bei Mitarbeitergesprächen auf.

Durch diese Vielfalt an Einsatzfunktionen ergab sich aber auch eine hohe Diversität an Produkten und viele Anbieter mit HR-Lösungen tummeln sich im deutschen und internationalen Markt. Die Kern-ERP-Prozesse sind allerdings auch seit Jahren hoch standardisiert und zählen damit zu den ersten Prozessen, die aus dem Unternehmen ausgelagert werden. Viele Dienstleister bieten mittlerweile vollständige Business Process Outsourcing-Modelle zur Übernahme einzelner oder auch mehrerer HR-Prozesse an.

Zudem stehen deutsche Unternehmen im Personalbereich aktuell und zukünftig verstärkt unter einem hohen Druck, den Herausforderungen des Fachkräftemangels zu begegnen. Der „War for Talents“ verschärft sich zusehends und nicht nur große Konzerne, sondern auch Mittelständler müssen in allen Bereichen auf eine gute Talentverfolgung achten. Ob über Social Media oder Incentivierungsprogramme, für diese Aufgaben müssen sich die Unternehmen auch IT-seitig rüsten.

Aus diesem Grunde führte RAAD eine Befragung bei mehr als 300 Personalleitern von deutschen Unternehmen durch. Dabei wurden anhand eines siebenminütigen standardisierten Fragebogens Telefoninterviews zu verschiedenen Aspekten der HCM-Systemlandschaft und Prozessabwicklung durchgeführt. 229 der befragten 308 Unternehmen sind in zumindest einem Softwarebereich (auch unabhängig vom HCM-Bereich) Kunden der SAP AG, ein Wert der bei der befragten Unternehmensgröße durchaus der realistischen Marktverteilung entspricht.

Obwohl Personalwirtschaftssysteme eines der tradierten Elemente im Umfeld von Unternehmenssoftware sind, sorgen neue Herausforderungen bei der Personalentwicklung und Automatisierungsbestrebungen für eine stetige Investitionsquote in diesem Bereich!
Dennoch lassen viele Unternehmen noch Automatisierungspotenziale in standardisierbaren Bereichen wie der Reiseplanung oder dem Weiterbildungsmanagement liegen und verzetteln sich in manueller Abbildung und der Pflege von Excelsheets! Hier müssen Sparpotenziale durch Automatisierungen aufgezeigt werden!

Die interne und externe Rekrutierung von Talenten ist für die Unternehmen immer wichtiger. Der Wunsch nach strategischer Abbildung und Abwicklung dieser Prozesse ist in den Firmen vorhanden. Allerdings kann dies in vielen Organisationen aufgrund fehlender Softwareunterstützung noch nicht konsistent abgebildet werden. Daher sind in diesen Bereichen konstante Investitionen zu beobachten.

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