Durch Konsolidierungen und die Überarbeitung der Produktstrategien vieler Anbieter (bspw. IBM-Cognos, SAP-BO, ORACLE-Hyperion, Microsoft stellt PerformancePoint ein) kommt zusätzliche Dynamik in den Markt und es könnte ein Stück Vertrauen in die Investitionssicherheit bei den Anwendern dadurch verloren gehen. Insbesondere Anbieter und Beratungspartner müssen hier für ein Stück Sicherheit und Routine sorgen, damit die Unternehmen ihre BI-Strategien auch zukünftig erfolgreich ausbauen können.
Ziel der Untersuchung war es, die BI-Strategie der Unternehmen zu ermitteln. Dazu wurden zum einen gezielte Fragen zur Bedeutung von BI für die Unternehmen gestellt. Darüber hinaus wurden Schwerpunkte auf die Infrastruktur, den Reporting- und den Planungsbereich gelegt. So wurde erhoben, welche Lösungen in diesen Bereichen für welche Einsatzszenarien genutzt werden. Zu diesem Zweck wurden insgesamt 304 Führungskräfte aus den Bereichen IT (152 Interviews) bzw. Controlling (152 Interviews) bei 266 Unternehmen aus der Schweiz telefonisch befragt. Die Auswahl der beiden Rollen zielte darauf ab, sowohl die „Dienstleisterseite“, also die IT der Unternehmen, zu beleuchten, als auch einzelne wichtige Aspekte eines der wichtigsten „Nachfrager“ auf Business-Seite aufzugreifen.

Realtime erleben und wirklich machen
Etwa die Hälfte der Unternehmen nutzt nach eigener Einschätzung bereits Realtime-Informationen in einzelnen Bereichen. Gerade bei diesen frühzeitigen sind hierbei aber weitere Investistition weiterhin sehr relevant. Auch das Thema In-Memory hat bereits zu einer guten Resonanz im Markt geführt.

Operatives Reporting dominiert
Noch dominiert das operative Reporting den Bedarf der Unternehmen, diese Berichte werden neben der Geschäftsführung und den Controllern auch zunehmend Fachabteilungen zur Verfügung gestellt. Es folgt das Ad-hoc-Reporting (Einsatz=68%), welches für die Projektaktivitäten der Unternehmen allerdings eine zunehmende Relevanz hat. Das strategische Reporting wird momentan von knapp 58% abgebildet.

Strategiebildung nicht immer konsequent
Das Thema Business Intelligence hat für viele Unternehmen zwar eine hohe Bedeutung, die BI-Landschaften sind aber noch häufig eher von Aktionismus geprägt, um kurzfristige Einsparpotenziale zu realisieren, als von einer ausformulierten Strategie, wie diese Studie deutlich aufzeigt. In einem guten Teil der Unternehmen fehlt noch eine klare, ausformulierte BI-Strategie. Auch im Hinblick darauf, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen immer noch unter inkonsistenten oder verteilten Datenbasen leidet, zeigt sich, dass eine BI-Strategie notwendig ist, um hier ein harmonisiertes Datenmodell zugrunde zu legen. Am anderen Ende der BI-Kette, beim User am Frontend, endet die BI-Strategie. Die hohe Bedeutung von Excel zeigt die Wertschätzung, die dieses Tool bei den Endanwendern genießt. Eine Ablösung kann daher nicht in allen Fällen das Ziel einer BI-Strategie sein, vielmehr eine konsistente Integration dieses Tools in die BI-Strategie der Unternehmen und BI-Anbieter.
Excel ist nach wie vor häufig gesetzt
Allein im Reportingbereich hält sich Excel mit einem Anteil von knapp 15%. Auch in den übrigen Bereichen wird noch häufig Excel genutzt, sowohl parallel zu einer anderen BI-Infrastruktur, aber auch sehr häufig ausschließlich.